6. November 2007
»Ein glückliches Schwein aus Allermöhe«
Foto: Jerzy
© Fragenus / PIXELIO
Wer schlank werden will, muss viel essen. Das klingt zunächst widersinnig - jedoch eine kleine Ergänzung klärt den scheinbaren Widerspruch leicht auf: Viel vom Richtigen!
Was ist das Richtige? Man ahnt es. Es sind weder Schokoriegel noch Marmeladenbrötchen noch Schweinskotelette.
Es sind Gemüse, Früchte, ballaststoffreiche Getreideprodukte und eiweißhaltige Lebensmittel wie Joghurt, Quark, Käse der Magerstufe. Ebenso ist mageres Fleisch in Maßen zu genießen: Fleisch sollte als Beilage verstanden werden, während die traditionellen Beilagen die Hauptsache auf dem Teller sind. Ein Anhaltspunkt für die Größe des Stückes ist die eigene Handfläche.
Man kann den Heißhunger überlisten: Jede Mahlzeit sollte, wie es in mediterranen Ländern üblich ist, mit Rohkost eingeleitet werden. Das füllt den Magen und regt die Produktion der Magensäfte für einen besseren Stoffwechsel an.
Am Morgen sollte man etwas Obst der Saison zu einem Obstsalat zubereiten. Man kann mit Joghurt, fettarmen Getreideflocken und einigen Nüssen und Kernen das Entree zu einem vollständigen Frühstück abrunden. Es hält vor und macht geistig fit, ohne den Magen zu belasten.
Die Hauptmahlzeit beginnt man mit Salat. Unter Salat ist Rohkost zu verstehen, also Blätter nach Herzenslust, vielfältig und verschiedenfarbig. Sie füllen einen großen Teller und den Magen. Dazu Tomaten, Gurke, Zwiebeln, Radieschen, und was man sonst noch roh genießen kann. Salz, Pfeffer aus der Mühle, ein delikates Öl mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren, Essig, wenn man mag, und Kräuter, soviel man hat.
Fügt man Käse - wie Mozzarella, gehobelten Parmesan oder Schafskäse - Fisch, Meeresfrüchte, Pilze, Oliven, Schinken oder gebratene Fleischstreifen dazu, ist der Salat, mit einem Roggenbrötchen etwa, eine vollständige Mahlzeit. Sie macht umso zufriedener, je mehr sie auch das Auge erfreut und je länger man damit beschäftigt ist. Das Sättigungsgefühl stellt sich nämlich mit einer kleinen Zeitverzögerung ein.